Historie

Felsberg aus Richtung Altforweiler (1960)

Bereits 1680, während dem Bau der Festung Saarlouis wurden auf dem Gebiet des heutigen Felsberg Sandsteine gebrochen und Kalk gebrannt.

Die Burg Neufelsberg, heute Teufelsburg genannt, wurde während des Festungsbaus als Steinbruch genutzt.

   

Das Dorf Felsberg entstand 1704, als Herzog Leopold von Lothringen den französischen Einfluss um Saarlouis einzugrenzen versuchte, indem er um das Stadtgebiet Saarlouis mehrere Dörfer gründete:
Die sogenannte demi – lieu (=halbe Meile) beschreibt die Lage der neugegründeten Dörfer.

Felsberg und Umgebung (Preußische Generalstabskarte von 1816-1847)
1815 übernahmen die Preussen die Herrschaft in Saarlouis und auch in Felsberg.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Felsberg ein kleiner Industriestandort. Daher wurde 1915 eine Dampfbahnstrecke von Saarlouis nach Felsberg gebaut, die 1922 über Altforweiler, Bisten und Überherrn bis zur Grube „La Houve“ in Creutzwald fortgesetzt wurde.

1954 siedelte sich der französische Radiosender „Europe1“  auf dem Felsberger Sauberg an und strahlte bis 2011 von dort seine Sendungen weltweit aus. Bis zum Sendeschluss war die Felsberger Sendeanlage eine der stärksten in der Welt. 

Die markanten Sendetürme waren 1970 Etappenziel der Tour de France.

Im Jahr 1999 wurde die Sendehalle aufgrund ihrer Bauweise unter Denkmalschutz gestellt. Sie symbolisiert eine Muschel, wie sie oft in versteinerter Form in Oberfelsberg zu finden sind. 

Die Sendehalle (mitte unten) mit den Sendemasten 1 bis 4 mit einer Höhe von 282, 280, 276 und 270 m (im Juli 2007)
(Foto: Alfred Schmitt)

Felsberger Sprung

Vor ca. 180 Mio Jahren senkte sich eine Gesteinsplatte ab. An der Grenze entstand ein Sprung, der von Forschern auch “Felsberger Sprung” genannt wird. Der Grund dafür ist, dass Felsberg auf dem Sprung erbaut wurde.

Heute bildet der Friedhof die Grenze zwischen dem Kalksteinboden Oberfelsbergs und dem Sandsteinboden Unterfelsbergs. 

Diese geologisch seltene Situation führt dazu, dass in Felsberg verschiedene Gesteine vorkommen, die sonst nur weit unter der Erdoberfläche liegen. 

Die Sandrosen (oben rechts) lassen sich in Unterfelsberg finden. Die Versteinerungen aus Muschelkalk (unten rechts) kommen häufig in Oberfelsberg vor. Andere Lavasteine (unten links) und seltene Gesteinsarten, wie zum Beispiel Azurit (oben links),  sind in Felsberg großflächig verteilt.  

Heute bildet der Friedhof die Grenze zwischen dem Kalksteinboden Oberfelsbergs und dem Sandsteinboden Unterfelsbergs.