Felsberg

Felsberg, vor den Toren der Kreisstadt Saarlouis gelegen, ist aufgrund seiner Lage ein Ort von einzigartiger Lebensqualität. Besonders sehenswert ist die Teufelsburg, die ein beispielloses Panorama über das Saartal freigibt.

Zahlreiche Vereine beleben heute das dörfliche Leben und haben in beispielloser Einsatzbereitschaft mitgeholfen, dass aus dem Gebäude der ehemaligen Volksbank ein neues Dorfzentrum geschaffen wurde, das Räume für die Vereine bietet, aber auch Platz für Familienfeste. Im Keller des Dorfzentrums ist ein örtliches Museum entstanden. Abgerundet wird das Dorfleben durch zahlreiche Feste wie Kirmes, Maibaumsetzen, Sportfeste des SV Felsberg, die Kindertagesstätte Felsberg sowie eine Vielzahl an Kleinunternehmen, die in Felsberg ansässig sind.

Mit einer Fläche von 5,11 km² ist Felsberg der zweitkleinste Ortsteil der Gemeinde Überherrn.  Gleichzeitig ist Felsberg mit seinen ca. 1400 Einwohnern ein Ort mit einer einzigartigen Geschichte und Geologie. Besonders als Ausflugsziel von Wanderern ist das Dorf sehr beliebt.

Umgangssprachlich wird Felsberg, wegen seiner Lage am Berg, auch als die “Stai” (von Steige) bezeichnet.

Felsberg nimmt regelmäßig an dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ bzw. “Unser Dorf hat Zukunft” teil.

In den Jahren 1996 und 2002 wurde es Kreissieger,  gewann auf Landesebene 1997 die Silbermedaille und 2003 die Bronzemedaille.

Aus Anlass der 300 – jährigen Gründung von Felsberg im Jahre 2004, überreichte Gilbert Weber, der damalige Maire von L´Hopital, unserem damaligen Ortsvorsteher Klaus Schwarz, die Auszeichnung “Ville Fleurie” (Blühende Stadt), die den Blumenschmuck des Ortes auszeichnet. Diese Geste wurde als Zeichen der Freundschaft und des Friedens gewertet. Jetzt stehe die Blume des am Ortseingang stehenden Schildes “Ville Fleurie” als eine Brücke der Freundschaft zwischen Felsberg und dem lothringischen Grenzland, zwischen Überherrn und L´Hopital sowie zwischen dem Saarland und Lothringen.


                                                                            De Gross Famill

Et Dorf eß wie'n groß Famill,
ähna geht den annan ahn,
da ähn hat wenich, da anna vill,
jeda hat sein Lascht se trahn.

Gedählt'n Frähd eß zwa'imoll doh,
gedählt'n Lähd nua halwa schwer,
et wär doch schehn, wamma do
bei Frähd on Lähd sesammen wär.

Wann ähna mennd: "Et eß remm!
Wääß net, wie - soll't weidagehn!"
Sah doch zo'um: "Gahnet Schlemm!
Kähn Angscht! Dou bescht net ganz allähn!

Weis mia nua, ahn wellem Zeppen
eich soll hefen, fa se trahn,
ma wärren de Lascht schonn häppen,
komm, ma packen sesammen ahn!

Ähn Hand wäscht die anna!
Dau bescht vielleicht moll froh,
wann da anna bei deich kommt
on macht bei dia et gradeso.

Peter Gehl

           

mei baam

eich wor wech
on bin widder do
uff da stai

dahemm es dahemm
on dat es net iwwerall 

se hat ma lang net gefehlt
un se hat ma doch gefehlt – de stai
de berch ruff net so
awwer de berch runner schun

de blick uffs Lichtermeer lo unnen
on aach da blick uff de tirm do owen
on da wech in de rosch
on da platz uff da burch

eich hot se vergess, de sproch
un han de leit nimme verstehn kinnten
eich wor jo so freem 

eich wollt wat sahn von meim baam
dem ganz mächdien,
dem großen linnenbaam an da kirchhofsmauer
en den ben eich als bou deck rofgekrabbelt
on han von owen ronner of de leit gelouht
on gespauzt
käner äner haddet gemerkt.
da baam hat meich immer gudd vastobbd. 

mei baam
da alt linnenbaam an da kirchhofsmauer
 dem han eich frieher all mei lääd geklaad
an den han eich immer missen denk
do wo eich wor wie eich noch wech wor.

                                                                                                                                           

 Edgar Helmut Neumann, 30. Juni 2004

 

Fotos Alfred Schmitt